#Ehrenwaas?! On Tour

6 Hilfsorganisationen aus Bremen – 6mal Ehrenamt – 6 verschiedene Orte – 6 unterschiedliche Zeiten

Mit #Ehrenwaas?! On Tour sind Jugendorganisationen aus den Hilfsverbänden Arbeiter-Samariter Jugend, DLRG-Jugend, Johanniter-Jugend, Jugendfeuerwehr, Jugendrotkreuz und der THW-Jugend in Bremen bis Mitte 2019 unterwegs, ehrenamtliches Engagement von jungen Menschen in seinen verschiedenen Facetten zu beleuchten und mit Gästen aus der Politik darüber ins Gespräch zu kommen. Mit sechs Veranstaltungen an verschiedenen Standorten in Bremen wollen die Jugendorganisationen auf ihre vielfältigen Aktivitäten aufmerksam machen und mehr Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagements erreichen.

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Number THREE:

EhrenwaasOnTour_03.10.18_THW Jugend from Bremer Jugendring on Vimeo.> der Videoclipist erstellt von Filmflut

Am 3. Oktober 2018 war die THW-Jugend Gastgeber der dritten Veranstaltung von #Ehrenwaas!? On TOUR mit dem Schwerpunktthema Vereinbarkeit von Ehrenamt mit Schule/Ausbildung/Studium. Einen Einstieg in das Thema gab die Poetry Slammerin Regina Rode mit ihrem Text ‘Von Lena und Anna’, in dem sie die Chancen ehrenamtlichen Engagements aufgreift, jedoch auch den Spagat vieler junger Menschen zwischen Ehrenamt, Ausbildung und Existenz verdeutlicht. Diese und andere Aspekte wurden mit Gästen aus den Jugendorganisationen der Parteien in einer anschließenden Diskussionsrunde thematisiert und unter die Lupe genommen.

In der Diskussionsrunde mit dabei waren: Sebastian Schmuggler (Jusos), Philipp van Gels (Junge Union), Simon Metzger (Grüne Jugend), Johannes Wicht (Junge Liberale), Kiriaki Gkouvas (Junge Liberale), Marius Griehl (Linksjugend [’solid]). Moderiert hat die Runde Timm Brethauer vom THW.

Kann sich jede_r ehrenamtliches Engagement leisten? Und was sind die Bedingungen, unter denen Ehrenamt in unserer Gesellschaft stattfinden sollte? Wie wichtig ist Ehrenamt für unsere Gesellschaft?
Das waren Fragen, die an die geladenen Gäste aus den jugendpolitischen Parteien von der Gruppe um #Ehrenwaas?! ON TOUR bei dem Sandsack-Talk gestellt wurden. Das Thema Ehrenamt war für die Gäste nicht neu, sind sie doch selbst ehrenamtlich im politischen Bereich engagiert und so gingen ihre Antworten dann auch in die gleiche Richtung: Es ist wichtig, den Stellenwert von Ehrenamt zu pushen, die Werbetrommel zu rühren, um die Sichtbarkeit von Ehrenamt zu erhöhen und den Wert von Ehrenamt deutlich zu machen. Und es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich Leute engagieren und Verbände dürfen bei der Suche nach Mitgliedern nicht alleine gelassen werden.
Konkrete Vorschläge wie ehrenamtliches Engagement von jungen Menschen gestärkt werden könnte, ließen nicht lange auf sich warten: Dazu gehörte z.B. die Regelstudienzeit abzuschaffen, ehrenamtliches Engagement auf  die Studienzeiten anzurechnen oder es bei der Beantragung von Bafög mit zu berücksichtigen, wie z.B. bei den Stipendien. Kritik gab es aus der Runde heraus an der momentanen Leistungsorientiertheit der Gesellschaft. Es braucht mehr Luft für junge Menschen für ein selbstbestimmtes Lernen. Es gibt viele verschiedene Lern-Orte, um sich Kompetenzen für das Leben anzueignen, die nicht allein von z.B. der Schule abgedeckt werden können. Schule sollte einen Kompass fürs Leben mitgeben und nicht allein leistungsorientiert ausgelegt sein. Mit der Entwicklung der Ganztagsschule bestand die Chance, ehrenamtliches Engagement auch in der Schule zu verorten und weg von dem alleinigen Leistungsgedanken zu kommen. Diese Idee sahen einige aus der Diskussionsrunde immer mehr schwinden. Hochleistungssport wird in der Schule gefördert, warum auch nicht Ehrenamt im Zeugnis vermerken.
Regina Rode wies nochmal darauf hin, dass Arbeit, sei es in Form von Ehrenamt aber auch in durch Praktika und Leiharbeit, gerecht honoriert werden muss. Letztendlich sollten auch fürs Ehrenamt finanzielle Töpfe bereitgestellt werden, um Ehrenamt durch Hauptamt in den Verbänden zu unterstützen. Aufwandsentschädigungen sind wichtig, damit ehrenamtliches Engagement nicht an den eigenen finanziellen Möglichkeiten scheitert. Ehrenamt ist wichtig und sollte möglichst viel Wertschätzung erfahren!, hinter diese Aussage konnten sich alle stellen.

    

Am Ende gab es nicht nur für die Gäste ein großes Dankeschön, sondern auch von den Gästen an die Jugendverbände, die dem Thema ehrenamtliches Engagement über #Ehrenwaas?! ON TOUR mehr Aufmerksamkeit verschaffen.

Die Veranstaltung war eingebunden in den Türöffner-Tag der THW-Jugend mit der Sendung mit der Maus . Mit unterschiedlichen Aktionen stellte die THW-Jugend an diesem Tag ihre Aktivitäten  mit vielen Stationen zum Mitmachen auf dem Gelände vor.

Am 3. Oktober 2018 ist die THW-Jugend Gastgeber der dritten Veranstaltung von #Ehrenwaas!? On TOUR mit dem Schwerpunktthema Vereinbarkeit von Ehrenamt mit Schule/Ausbildung/Studium. Einen Einstieg in das Thema gibt die Poetry Slammerin Regina Rode, in dem sie die Chancen ehrenamtlichen Engagements aufgreift, jedoch auch den Spagat vieler junger Menschen zwischen Ehrenamt, Ausbildung und Existenz verdeutlicht. Diese und andere Aspekte werden mit Gästen aus den Jugendorganisationen der Parteien in einer anschließenden Diskussionsrunde thematisiert und unter die Lupe genommen. Um 13:30 Uhr startet die THW-Jugend mit einzelnen Übungen und weiter geht es dann mit Regina Rode um 14:15 Uhr. Direkt im Anschluss sind ALLE, einschließlich geladener Gäste aus den Jugendorganisationen der Parteien, herzlich eingeladen, sich mit ihren Erfahrungen in das Thema einzubringen.

Die Veranstaltung ist eingebunden in den ‘Tag der Maus’ der THW-Jugend auf dem Gelände des THW Ortsverbands Bremen-Süd, Seesenthom 2, 28201 Bremen. Mit unterschiedlichen Aktionen stellt die THW-Jugend an diesem Tag ihre Aktivitäten auf dem Gelände vor mit vielen Stationen zum Mitmachen.

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Number TWO:

#Ehrenwaas?! OnTour_DLRGJugend_08.09.2018_final from Bremer Jugendring on Vimeo.  > erstellt von Filmflut

Für Sonnenschein, eine gute Stimmung und  leckeres Essen sorgte die DLRG-Jugend in der zweiten Runde von #Ehrenwaas!? ON TOUR.

Am 8. September 2018 von 14 bis 17 Uhr hatte die DLRG-Jugend zu sich an der Lehrstation am Werdersee im Huckelrieder Weg 1 eingeladen. Los ging es um 14:00 Uhr und es können die Aktivitäten der DLRG-Jugend und deren Lehrstation an verschiedenen Stationen entdeckt werden. Ein weiterer Kern des Nachmittags war um 16:00 Uhr der Boots-Talk mit geladenen Gästen aus der Politik. Gekommen waren Sandra Ahrens, MdBB CDU, Julia Kohlrausch, MdBB FDP, Jens Oppermann, Beirat Neustadt SPD und Anna Müller aus dem Servicebureau. Ausgangspunkt der Diskussion war die Frage, wie Internationale Jugendbegegnungen vermehrt eine Rolle in den Aktivitäten von Jugendverbänden/-organisationen spielen können und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen.

Europa über den Austausch mit Menschen aus anderen Ländern zu erleben und Verständnis füreinander zu entwickeln, stand bei allen Beteiligten hoch im Kurs. Auch gab es ein großes Einvernehmen bei der Frage, dass Jugendbegegnungen ein großes Feld bieten, um sich Kompetenzen anzueignen und den eigenen Erfahrungshorizont zu erweitern.
Das Interesse an internationalen Kontakten in den Jugendorganisationen der #Ehrenwaas!? Gruppe ist groß, doch oft fehlt es  an personellen Ressourcen, um langfristige Partnerschaften zu etablieren. Einigkeit herrschte an dem Punkt, dass  Jugendorganisationen für Internationalen Jugendbegegnung Strukturen brauchen, die bei der Planung und Organisation unterstützen. Das kann in einem ersten Schritt ein Angebot wie das Servicebureau Jugendinfo sein, aber auch hauptamtliche Struktur direkt in den Verbänden werden benötigt, da bei Ehrenamtlichen oft die Zeit fehlt, neben ihrem Engagement, bürokratisch aufwendige Projekte wie Jugendbegegnungen zusätzlich zu organisieren. Oft betragen die Planungszeiträume mehr als ein Jahr, Partner müssen gefunden werden und bürokratische Hindernisse überwunden. Um diese Strukturen auf/-und auszubauen und in die Arbeit der Jugendverbände langfristig zu verankern, braucht es eine bessere finanzielle Ausstattung und da waren die geladenen Gäste aus der Politik gefragt, diese Forderung mit auf den Weg zu bringen. An weiteren Vorschlägen aus dem jungen Publikum mangelte es nicht. Das ging über mehr Informationen über Soziale Netzwerke an junge Menschen, die direkter über die Möglichkeiten internationalen Austausches informieren bis zu einer landesweiten Bremer Kampagne.
Aus dem Servicebureau  kamen von Anna Müller konkrete Vorschläge an die #Ehrenwaas!? ON TOUR Runde, wie z.B. in bestehenden Fahrten in den Jugendverbänden einen internationalen Austausch einbinden; junge Multiplikator_innen für den internationalen Austausch in den Verbänden benennen, um Informationen in die Verbände zu transportieren, Kräfte zu bündeln und in Kooperation eine Internationale Jugendbegegnung auf die Beine zu stellen bis hin zu einer Umbenennung des sperrigen Begriffs ‚Internationale Jugendbegegnung‘ in ‚Globale Jugend‘.

Die Fotos von dem Nachmittag sind hauptsächlich von Oliver Paust von der DLRG erstellt.

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Number ONE:

#Ehrenwaas?!OnTour_ASB_Jugend from Bremer Jugendring on Vimeo.
Ein kurzer Clip von Filmflut mit den Eindrücken des Tages.

Am 17. Juni 2018 hat die Arbeiter-Samariter-Jugend(ASJ) Bremen  von 13 – 14 Uhr zu einem ersten Hüpfburgtalk mit Bremer Politiker_innen über die Bremer Ehrenamtscard und deren Nutzen für junge Menschen eingeladen. Ort war der ASJ-Stand auf dem Gelände des Klinikums Links der Weser am Tag der Sicherheit. Für den politischen Talk zugesagt hatten Sandra Ahrens (MdBB CDU) und Klaus Möhle (MdBB SPD). Im Fokus der Diskussion stand die Bremer Ehrenamtskarte. Die Ehrenamtskarte soll das Engagement ehrenamtlich engagierter Personen würdigen und ist mit Vergünstigungen für die Inhaber_innen verbunden. Allerdings sind die Voraussetzungen zur Erlangung dieser Karte für junge Menschen hoch und mit Schule, Ausbildung und Beruf zum Teil schwer vereinbar. Diese und andere Aspekte sind bei der ersten Veranstaltung #Ehrenwaas!? ON TOUR unter die Lupe genommen worden.

Gestartet ist die ASJ-Jugend mit den Fragen: Wer hat eine Ehrenamtskarte? Und wer hat schon einmal von dieser Karte gehört? Schnell war klar, dass der Bekanntheitsgrad der Karte noch deutlich erhöht werden muss. Das Moderator_innenteam war gut vorbereitet und neben weiteren Fragen zum Thema Ehrenamt an die geladenen Gäste drehte sich das Gespräch auch um Forderungen zur Ehrenamtskarte und konkreten Lösungsvorschlägen.

Dazu gehörten:

  • Wir möchten eine Reduzierung der Dauer des Ehrenamtes bevor eine Karte beantragt werden kann > Für Jugendliche sind 3 Jahre zu lang und unrealistisch zu schaffen.
  • Die erwartete Stundenzahl im Ehrenamt ist zu hoch! > Nur möglich, wenn man Ausnahmslos bei allen Veranstaltungen dabei ist und Vorstandsmitglied ist
  • Wir finden der Schulsanitätsdienst sollte als Ehrenamt/Stundezahl angerechnet werden > Evtl. versäumter Unterricht muss bislang in der Freizeit nachgeholt werden
  •  Die Beantragung einer Karte ist zu aufwendig > Die Beantragung sollte leichter sein und über die Verbände laufen.
  • Die Vergünstigungen sollten auch für Jugendliche attraktiv sein! > Zum Beispiel Rabatte auf Schülerpreise, Kino/Schwimmbad, Ermäßigungen bei Bahntickets
  • Die Ehrenamtskarte und ihre Vergünstigungen sollten mehr beworben werden! > Nur wenige junge Menschen kennen die Karte.

Sandra Ahrens und Klaus Möhle versprachen Unterstützung bei den einzelnen Punkten und die Gruppe um #Ehrenwaas!? ON TOUR wird dranbleiben!

Auch der Weserkurier hat am 20. Juni 2018 von der Veranstaltung berichtet. HIER geht es zum Artikel.

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Frühjahr 2019
> Jugendrotkreuz Bremen
> Jugendfeuerwehr Bremen
> Johanniter Jugend Bremen

Die Ergebnisse werden an dieser Stelle regelmäßig veröffentlicht und die Veranstaltungen mit kurzen Clips von Filmflut dokumentiert.

 

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