2015 – EUROPA UND DU!? 2.0

Flyer  Europa – Kurzfilme – Diskussion mit Entscheidungsträger_Innen – das sind die wesentlichen Bausteine des Projektes ‚Europa und Du!?‘ bei dem zum zweiten Mal in Folge junge Leute aus Bremen Kurzfilme zu aktuellen wichtigen europapolitischen Themen auf die Kinoleinwand gebracht haben. Nach zwei intensiven Seminarwochenenden und mehreren Drehtagen fand am 28. November 2015 eine große Kinopremiere mit vielen geladenen Gästen im Kino City 46 statt.

Die Filme gibt es hier:


Gerne zeigen die jungen Filmemacher_Innen ihre Filme auf weiteren Veranstaltungen. Sprechen sie uns an, wir stellen den Kontakt her.
Am 28. November 2015 ist im Kino City 46 die große Premiere der Filme aus dem Projekt „Europa und Du!?“ über die Bühne gegangen.

Die Hauptthemen des Abends waren neben der Forderung nach einem transparenten Lobbyismus, das wenig reflektierte Konsumverhalten der „Wegwerfgesellschaft“ und die medial geschürte Angst vor Fremden.
Dazu kamen viele Kritikpunkte, Ideen und Verbesserungsvorschläge zu den bestehenden Verhältnissen zusammen, denn die jungen Filmemacher_Innen,  Poltiker_Innen und Expert_Innen aus Bremen haben nicht nur gemeinsam die Filme geschaut, sondern im Anschluss  auch über die Inhalte diskutiert.

Ein Film mit dem Titel „Fremd“ setzt sich mit dem medialen Einfluss auf  Fremdenangst und Fremdenfeindlichkeit in Form eines Spielfilms auseinander. Insbesondere hier wurde mit den anwesenden Poilitiker_Innen, Sofia Leonidakis (Die Linke MdBB), Klaus Möhle (SPD MdBB) und Frau Kohlrausch (FDP MdBB) und der Medienexpertin Dr. Johanna Möller (Zemki) sehr kontrovers diskutiert. Positive Beispiele für ehrenamtliches Engagement Bremer und Bremerinnen gegenüber Geflüchteten wechselten mit dem Gefühl der Ohnmacht und der Hilf- und Ratlosigkeit gegenüber vermehrter Fremdenfeindlichkeit, auch wenn es ein klares Statement dazu gab, sich solchen Tendenzen entgegenzustellen. Die zahlreichen Wortmeldungen aus dem Publikum machten deutlich, dass dieses Thema viele Menschen zurzeit umtreibt und der letzte Austausch dazu noch nicht geführt wurde.

Ein weiterer Film zum Thema Konsum stellte die Praxis des „Containerns“ als Antwort auf das rücksichtslose Konsumverhalten der sogenannten Wegwerfgesellschaft vor.
Im Rahmen einer Dokumentation interviewte das Team einen Containerer und einen Supermarktleiter und arbeitete die einzelnen Standpunkte heraus. In der anschließenden Diskussion wurde das Thema auf die Frage gelenkt, inwiefern Strukturen seitens der Politik geschaffen werden können, die dem allgemeinen, scheinbar wenig reflektierten Konsumverhalten der Gesellschaft entgegenwirken. Hierzu stand Jan Saffe (Grüne MdBB) Rede und Antwort, der die bereits bestehenden Vorschriften beleuchtete. Auch das Publikum beteiligte sich mit einzelnen Statements, die zumeist ebenfalls die Bitte an die Politik enthielten, Strukturen zu schaffen, die einer„Wegwerfmentalität“ entgegenwirken.

Ein „Imagefilm“ für Lobbyismus beleuchtete die intensiven Verflechtungen von Wirtschaft und Politik. Die zentrale Frage der Diskussion war, wie eine als notwendig betrachtete Transparenz hergestellt werden kann. Dazu stellte Wolfgang Frauenkorn von „Transparency International“ bereits bestehende Projekte vor, wie z.B.den Aufbau einer Lobbyistendatenbank und auch Dr. Oguzhan Yazici ( MdBB der CDU) gab Einblicke in den bremischen und bundespolitischen Umgang mit Lobbyismus. Kritisch hinterfragend kamen die Jugendlichen zu dem vorläufigen Schluss, dass Lobbyismus sowohl gute als auch schlechte Auswirkungen haben kann, und die Frage nicht sein sollte ob, sondern wie Lobbyismus gestaltet und in für die Wählerschaft kontrollierbarere Bahnen gelenkt werden kann.


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