losgedacht: Konrad meint zur Corona-Situation in der BUNDJugend

„losgedacht“ ist unsere neue Notizen-Rubrik! Hier kommen Einzelne aus den Mitgliedsverbänden, aus den Vorständen, aus den Geschäftsstellen usw. zu Wort und teilen ihre Sicht der Dinge mit. Im Zentrum steht ein selbst gewähltes Thema – egal ob aktuelles Ereignis, Projekt oder (politische) Entwicklung – hier wird einfach mal losgedacht und eine persönliche Meinung sichtbar gemacht:

„Das letzte reale Treffen der BUNDjugend war am 11. März. Geplant wurden „Bremen räumt auf“ am 21. März, ein Marktfrühstück, das wir einmal im Monat auf einem Markt durchführen wollten, um regionalen Konsum zu fördern, eine Fahrt zur Großdemo nach Datteln am 24. April, Workshop-Ideen für die Kinderbreminale, zu der wir erneut eingeladen wurden, eine Aktions-Idee zu den Kassenbons, die jetzt immer ausgedruckt werden müssen sowie die Planung eines Kneipenquiz, das nicht nur Fragen, sondern auch jede Menge Mitmach-Action enthalten sollte. Nichts davon konnte stattfinden.

Ist natürlich erst mal blöd, wenn man von einem Tag auf den anderen alle Ideen einstampfen oder verschieben muss. Glücklicherweise hat der BUND Bremen schnell gehandelt und ein paar ZoomAccounts geholt – so konnte dann auch das nächste BUNDJugend Treffen online stattfinden. Und schnell merkten wir, dass wir es schnell vermissen, sich nicht richtig treffen zu können, aber es uns auch einige Chancen ermöglicht: Zum Beispiel konnten Menschen aus Bremen-Nord und dem nahen Bremer Umland beim ganzen Treffen anwesend sein – und danach konnten alle (in ihren eigenen vier Wänden) sogar zusammen noch was trinken gehen. Verrückt.

Ziemlich schnell haben wir auch entschieden, dass wir die Chance nutzen sollten, online aktiv zu werden. Eine Gruppe startete einen Petitionsmarathon und postete 15 Tage lang jeweils eine Petition, die man – wenn man eh nichts zu tun hatte – ganz einfach von zu Hause unterschreiben konnte. Eine andere Gruppe überlegte, über Zoom einen Film zu schauen und eine Diskussionsrunde anzuschließen. Wiederum andere nutzen die Zeit für lange Spaziergänge und sammelten Müll. Und
fürs Teambuilding starteten wir Bilder- und Erzähl-Abende. Unsere größte Aktion ist aber unser Online-Quiz, das wir mit einer kleinen Gruppe innerhalb von acht Tagen ins Leben gerufen haben.

Und wie wir es auch für das Offline-Quiz geplant hatten, sollte es eine Menge Mitmach-Action geben. So haben wir z.B. eine Kategorie entworfen, die sich MitmachChallenge nennt: In 90 Sekunden müssen Teilnehmende etwas bei sich in der Wohnung holen. Beim ersten Quiz waren das Klopapierrollen, mittlerweile sind es Produkte mit Bio-Siegel oder Pflanzen. Diese Kategorie wäre bei einem normalen Kneipenquiz gar nicht möglich gewesen. Außerdem technisch leicht umsetzbar sind Aufgaben, bei denen es eine Frage zu einem abgespielten Video gibt
oder in einem Wimmelbild eine bestimmte Person gesucht werden muss. Selbstverständlich gibt es auch ganz normale Multiple Choice Fragen. Musikfragen, Bilderrätsel und „Was bin ich“-Rätsel runden das Ganze ab. In jedem Quiz kommt zudem etwas Neues hinzu. Zuletzt z.B. der VorleseOnkel, der in einem Ohrensessel sitzt und Liedtexte zitiert. Leider kann er nur deutsch – Textkenntnisse und Simultanübersetzungs-Fähigkeiten sind also von Vorteil. Die „Abgabe“ einer Runde erfolgt über ein Online-Tool, die Gewinner*innen der Runde werden nahezu automatisch errechnet – und gewinnen selbstverständlich tolle Preise!

Das Zoom-Quiz der BUNDjugend fand nun bereits viermal statt. Nach zwei „normalen“ Runden gab es ein „Quiz in den Mai“-Special und ein Quiz in Kooperation mit der Verkehrs-Abteilung des BUND. Teilgenommen haben jeweils zwischen 15 und 30 Teams aus ganz Deutschland, die entweder gemeinsam wohnen oder sich übers Telefon absprechen können. Insgesamt konnten wir so also schon um die 200 Personen ins Grübeln bringen und hoffen, dass wir ihre Zeit zu Hause etwas spannender und lehrreicher gemacht haben. Die Online-Zeit sehen wir bei der BUNDjugend Bremen als nicht nur als etwas schlechtes, sondern auch als Chance. 

Als Chance, kreativ zu werden.
Als Chance, neue Zielgruppen zu erschließen.
Als Chance, Menschen auf anderen Wegen glücklich zu machen.

Klar ist, dass durch diese Online-Aktionen nicht viel zum Klimaschutz beigetragen wird. Aber das ist momentan auch gar nicht unser Ziel. Wir freuen uns, wenn unsere Aktivist*innen weiterhin Lust haben, sich für grüne Themen einzusetzen – und sobald alle wieder dürfen, lassen wir die kreative Energie, die wir im Moment online sammeln, doppelt und dreifach wieder frei! Bis dahin auch mal Lust auf ein Rätselraten mit der BUNDjugend Bremen?“

Konrad Kreutzer betreut die BUNDjugend Bremen

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