Moving Equality – What happens next?

Sind 100 Jahre Frauenwahlrecht nicht genug?
Wie wollen wir die Politik der EU mitgestalten?

Am 11. März haben wir bei der „Moving-Equality“-Stadtrallye durch die Bremer City genau darüber gesprochen. Zusammen mit Politiker*innen der Bürgerschaft sind wir historischen Fun Facts und der heutigen Politik auf den Grund gegangen. Mit dabei waren folgende Gäste:

– Joachim Schuster, MdEP, Europa-Spitzenkandidat in Bremen für die SPD
– Henrike Müller, MdBB, Europa-Spitzenkandidatin in Bremen für Die Grünen
– Zsuzsa Breier, Europa-Spitzenkandidat in Bremen für die FDP
– Hilke Lüschen, Jusos
– Lea Schweckendiek, Grüne Jugend
– Bärbel Reimann, ZGF (Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau)

Dabei wurde deutlich, das noch viel für eine wirkliche Gleichberechtigung getan werden muss. Wir haben Fragen besprochen wie bspw. die Erwerbsbeteiligung von Frauen gesteigert werden kann. Hier wurde gefordert, dass eine höhere Bezahlung umgesetzt werden muss und eine Aufwertung typischer ‚Frauenberufe‘ ein Ziel sein sollte. Auch eine gerechte Aufteilung der Kinderbetreuung sei notwendig. In diesem Zusammenhang haben wir auch darüber diskutiert, wie Beruf und Familie, insb. für alleinerziehende Frauen besser vereint werden kann. Dazu sei eine bessere KiTa-Versorgung notwendig, wie auch eine reduzierte Wochenarbeitszeit bei gleicher Entlohung, ‚Transfer‘-Leistungen (z.B. Entlohnung der sog. Care-Arbeit) und flexiblere Arbeitsformen (z.B. Home-Office).  Außerdem haben wir darüber gesprochen, wie eine ausgeglichene Vertretung von Frauen in der politischen und öffentlichen Entscheidungsfindung erreicht werden könnte. Die einheitliche Forderung war: mehr Parität (in Politik, Wirtschaft und Gemeinwesen).
Wie kann auch Alleinerziehenden geholfen werden? Dazu sei eine flächendeckende und flexible KiTa-Betreuung/Schulkinderbetreuung und ein verlässliches Ganztagsschulsystem notwendig. Alleinerziehend zu sein müsse in diesem Zusammenhang auch als gleichwertige Familienform anerkannt werden. Des Weiteren wären Teilzeit-Ausbildungen erstrebenswert.
Zur Steigerung der Frauenerwerbsbeteiligung diskutierten wir mögliche Stundenreduzierungen für Männer und die Abschaffung des 2+ Monatskonzepts wie auch eine Stärkung der Finanzkompetenz. Beim Thema Rechtspopulismus und Frauenrechte besprachen wir die Kritik auf intersektionaler Ebene und wie die Zivilgesellschaft gestärkt werden kann.

Anschließend wurden die Sieger*innen der Rallye gekürt und wir haben die Runde in lockerem Rahmen ausklingen lassen.

 

 

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