Wendla aus Bremen wird EU-Jugendvertreterin!

  Kennt ihr eigentlich schon die EU-Jugendvertreter_Innen?  

Mit dem Beginn der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft zum 1. Juli 2020 hat auch Wendla Schaper, 18 Jahre alt aus Bremen, ihr Amt als EU-Jugendvertreterin angetreten. Damit ist sie eine von insgesamt drei deutschen Jugendvertreter_Innen, deren Aufgabe nun darin besteht, eure Anliegen und Wünsche auf den halbjährlich stattfindenden EU-Jugendkonferenzen zu repräsentieren. Hier treffen sich alle halbe Jahr Jugendliche aus der gesamten EU immer in demjenigen Land, das gerade die Ratspräsidentschaft inne hat. Vertreter_Innen der europäischen Politik und insbesondere die Jugendminister_Innen in der EU sind dann angehalten, sich diese anzuhören und in ihre Aktivitäten einzubinden. Auf diese Weise sollen Jugendliche konkret am politischen Prozess beteiligt werden!

Foto: Wendla Schaper

„Ich heiße Wendla, bin 18 Jahre alt und komme aus Bremen, wo ich nächstes Jahr mein Abitur machen werde. Wer hat bei dem Wort Politik schon einmal die Augen verdreht oder sich plötzlich sehr klein und machtlos gefühlt? Viele bestimmt, ich auch! Als EU-Jugendvertreterin möchte ich Menschen aus allen Gesellschaftsschichten ermutigen, mit politischen Entscheidungsträger*nnen in den Dialog zu treten, sodass wir unsere Wünsche und Bedürfnisse austauschen, Kompromisse finden und gemeinsam handeln. Ich möchte vermitteln, dass Politik nichts Übergeordnetes, Abstraktes ist, sondern etwas Lebhaftes, Veränderbares, an dem wir Jugendlichen mitgestalten können.
Ich habe große Lust, nachdem mit den Youth Goals das „WAS-wollen-wir“ erarbeitet wurde, das „WIE“ anzugehen und gemeinsam konkrete Wege der Umsetzung zu finden. Als Klassensprecherin und Mitglied der Schüler*innenvertretung meiner Schule habe ich besonders gelernt, die Meinung und Wünsche Anderer demokratisch zu vertreten. Als EU-Jugendvertreterin möchte ich diese Erfahrung gerne anwenden und erweitern und verstehe mich als Multiplikatorin und Vermittlerin zwischen verschiedenen Meinungen und Ebenen. Außerschulisch bin ich beim Bremer Jugendring aktiv, mit dem ich unter anderem ein integratives Feriencamp entwickelte und durchführte. In der 12. Klasse habe ich mit einer Mitschülerin das Umweltprojekt „FAIR-Ändern“ ins Leben gerufen, das vom Bremer Jugendring gefördert wird. In meiner Freizeit liebe ich es, mit Freunden draußen in der Natur zu sein, zu lesen, Musik zu machen und zu Tanzen.“ (Quelle: www.jugenddialog.de/do-it-yourself/eu-jugendvertreterinnen, 02.07.2020)

Ein großes Anliegen von Wendla ist es, Menschen aller Gesellschaftsschichten anzusprechen und zu ermutigen, einen Dialog mit politischen Entscheidungsträger_Innen zu suchen, denn das ist oftmals nicht so einfach.

Stichwort Jugendbeteiligung?! Ganze zwei Absätze finden sich zum Thema „Schutz und Teilhabe Junger Menschen“ auf den knapp dreißig Seiten Programm der deutschen Ratspräsidentschaft. Gar nicht mal so viel, wenn man bedenkt, dass die Zukunft Europas insbesondere die Zukunft junger Menschen in Europa ist.

Ein halbes Jahr Ratspräsidentschaft ist natürlich wenig Zeit und insbesondere in den kommenden sechs Monaten wird die Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie viel Kraft und Zeit in Anspruch nehmen. Viele Jugendverbände, u.a. der DBJR, fordern konkret die Einbeziehung junger Menschen, wenn es um jugendpolitische Fragen geht, aber auch darüber hinaus.

Der EU-Jugendialog, im Rahmen dessen auch die Jugendkonferenzen stehen, für welchen der Bremer Jugendring aber auch als regionale Koordinierungsstelle fungiert, kann ein Element hierfür sein.

Wenn ihr Projekte oder Veranstaltung zu den unterschiedlichsten europapolitischen Themen planen wollt, dann wendet euch gerne an uns. Darüber hinaus ist Wendla als EU-Jugendvertreterin direkt ansprechbar.


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