Stadtteildialoge

Die Stadtteildialoge sind selbstorganisierte, in den Bremer Stadtteilen zustande kommende Begegnungen junger Menschen mit verschiedenen Hintergründen untereinander und mit (politischen) Entscheidunsträger_innen aus Bremen. Wir unterstützen Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ihre eigenen Themen, Wünsche und Gemeinsamkeiten zu finden, zu artikulieren und in einer kreativen Dialog-Form für diese einzutreten. Dabei können Thema, Form und Partner des Dialogs selbst gewählt und in einem eigenen Tempo der jungen Kerngruppe schrittweise ausgefeilt werden. So entstehen z.B. politische Diskussionsrunden, künstlerische Austauschtreffen zwischen geflüchteten und nicht-geflüchteten jungen Menschen, Stadtrundgänge, Ausstellungen oder interaktive Veranstaltungen zu einem gemeinsam ausgearbeiteten Thema.

Ihr seid inspiriert? Ihr habt eine tolle Idee für den nächsten Stadtteildialog?

Meldet euch in der Geschäftsstelle des Bremer Jugendrings:

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Der 1. Bremer Stadtteildialog fand am 21. April 2016 zum Thema “Klimawandel go home” statt. Die jungen Organisator_innen von NAJU und BUND-Jugend bereiteten gemeinsam in intensiven Begegnungen eine Veranstaltung vor, die im Speicher XI in der Überseestadt stattfand. Eingeladene junge Gäste konnten an verschiedenen Stationen interaktiv erfahren, wie der Klimawandel durch Aktionen rund um das eigene alltägliche Leben und Zuhause aufgehalten werden kann. Dazu wurden sowohl Expert_innen eingeladen, die Stände zu unterschiedlichen Themen betreuten, als auch für Spaß durch Siebdruck und Fahrradgeneratoren gesorgt. Am Ende gab es eine Abschlussdiskussion mit Politiker_innen von SPD, FDP, Grünen und Linken, sodass nicht nur die persönliche Verantwortung des Handelns gegen den Klimawandel, sondern auch der Einflussbereich der (Bremer) Politik diskutiert wurde.

Zu einem 2. Stadtteildialog am 26. August 2017 unter dem Motto ‚Ehrenamt! (k)ein must have?‘ hat die H7 Gruppe, bestehend aus verschiedenen Jugendgruppen der Hilfsorganisationen, junge Menschen aus ihren Verbänden nach Obervieland zu den Johannitern eingeladen. Gestartet wurde der Tag mit einem Quiz zum Bürgerschaftlichen Engagement der Freiwilligenagentur Bremen, um anschließend das Thema ehrenamtliches Engagement genauer unter die Lupe zu nehmen: Wie ist die Situation zurzeit und welche Erfahrungen gibt es? Was wäre gut? Was muss dafür verändert werden? In Form einer Zukunftswerkstatt wurden Antworten auf die Fragen des Tages zusammengetragen und es kamen viele Ideen und Vorschläge zusammen. Mit Klaus Möhle (MdBB SPD) und Sigrid Gröhnert (MdBB CDU), Stefan Markus (Stadtteilbeirat Obervieland SPD und Beiratssprecher) sowie Karin Wolf aus dem Bürgerhaus Obervieland und Martin Reincke als Präsident des DLRG waren Gesprächspartner aus verschiedenen Bereichen anwesend, um sich zu den Anregungen der jungen Teilnehmenden direkt zu äußern bzw. sie zukünftig in ihrer Arbeit mit zu berücksichtigen. Vernetzung als Inspirationsquelle und gegenseitige Unterstützung wurde von den Teilnehmenden gerade im ehrenamtlichen Bereich als wichtig angesehen, um eigene Strukturen zu verbessern und von guten Beispielen anderer Verbände zu lernen. Kritik gab an der als fehlend empfundenen Wertschätzung seitens der Politik und Öffentlichkeit für das geleistete Engagement. Dazu gehörte die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, aber auch die fehlende Unterstützung an personellen, finanziellen und materiellen Ressourcen seitens der Politik, um die Qualität des ehrenamtlichen Engagements in den eigenen Verbänden zu verbessern. Die Organisation von z.B. Weiterbildungsangeboten, das Wissen und die Beantragung von Fördermöglichkeiten oder die Verbesserung interner Kommunikationsstrukturen allein mit ehrenamtlichen Strukturen umzusetzen, wird als äußerst schwierig angesehen. Der Austausch untereinander wurde von allen Beteiligten als sehr positiv bewertet und ein wichtiger Schritt, um sich gegenseitig zu unterstützen. Mit einem gemeinsamen Grill&Chill klang der diskussionsfreudige Tag aus.

 

 

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